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Die dickste Kröte zuerst!

Ein glitschiger, glubschäugiger Frosch zum Frühstück gefällig? Nein? Kommen Sie schon, ein bisschen Mut muss sein, denn danach flutscht es mit dem Zeitmanagement ganz von allein. Das meint zumindest Bestsellerautor und Motivationstrainer Brian Tracy, der das Froschprinzip in seinem griffigen Ratgeber Eat that Frog so beschrieben hat:

  • Erledigen Sie die wichtigste und unangenehmste Aufgabe immer zuerst. Anstarren hilft nicht: Runter mit dem Frosch!
  • Planen Sie jeden Tag im Voraus, und zwar schriftlich: 10 Minuten Planung erspart Ihnen 2 Stunden vergeudete Kraft und Zeit.
  • Folgen Sie dem Pareto-Prinzip: 20 Prozent Ihrer Aktivitäten führen zu 80 Prozent der Ergebnisse. Folglich sitzt in einer von fünf Aufgaben ein fetter Frosch. Guten Appetit!
  • Schaufeln Sie sich mehrere, größere Zeitblöcke für wirklich wichtige Dinge frei – einschließlich lebenslanges Lernen – und halten Sie sich an die Einteilung.
  • Wenn schon aufschieben, dann richtig: die unwichtigsten Dinge zuerst, also Fernsehen, zielloses Internetsurfen, Daddeln in den sozialen Medien usw.
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Tracy verspricht: „Wenn Sie es sich zur Gewohnheit machen, sich auf Ihre A-1-Aufgabe zu konzentrieren – darauf, Ihren größten Frosch zu essen –, werden Sie bald mehr erledigen können als zwei oder drei Leute aus Ihrer Umgebung zusammen.“

Je nach Geschmack kann die Froschmetapher motivieren – oder uns ganz den Appetit auf Selbstorganisation verderben. In Wie ich die Dinge geregelt kriege geht David Allen die Sache etwas nüchterner an. Die Grundidee ist jedoch ähnlich:

  • Erfassen Sie anstehende Aufgaben systematisch – und lagern Sie diese so aus Ihrem chronisch überlasteten Kopf aus.
  • Arbeiten Sie Ihren „Eingangskorb“ ab – natürlich die wichtigsten Dinge zuerst.
  • Sehen Sie Ihre To-do-Listen regelmäßig durch und aktualisieren Sie diese.
  • Entscheiden Sie nach jeder erledigten Aufgabe, welche Sie als Nächstes angehen.
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Allens Fazit: „Ängste und Schuldgefühle hat man nicht, weil man zu viel zu tun hat; sie entstehen zwangsläufig, wenn man Abmachungen mit sich selbst bricht.“

Beide Autoren geben Tipps, wie Sie Ihren inneren Schweinehund unschädlich machen. Ganz anders Paul Loomans in Ich habe die Zeit: „Ich bin Zen-Mönch – was heißt, dass ich viel Zeit in intensives Nichtstun investiere. Ich sitze dabei in einer ausbalancierten Haltung auf einem Kissen mit meinem Gesicht zur Wand.“ Loomans’ Rat: Lassen Sie Frosch Frosch und Schweinehund Schweinehund sein. Schenken Sie Unterbrechungen Ihre volle Aufmerksamkeit. Vergessen Sie To-do-Listen und Deadlines und vertrauen Sie Ihrer Intuition. Geben Sie die Kontrolle ab und surfen Sie auf Ihrer Zeit, anstatt mit dem Management derselben immer wieder Schiffbruch zu erleiden.

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Und wenn Ihnen dabei doch einmal eine dicke Kröte über den Weg läuft, schauen Sie ihr tief in die Augen und: Ommm…

Gundula Stoll

Gundula Stoll liest und schreibt seit Anfang 2000 für getAbstract – eine ganze Bücherwand lang.

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