Erfolgreich handeln Top Story

Toptalente finden und führen

„Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind“, behauptete Henry Ford – und brachte damit auch das Dilemma vieler Personalverantwortlicher auf den Punkt. Denn wie lassen sich die High Potentials von heute und morgen für das eigene Unternehmen gewinnen und halten, und zwar in Zeiten, da der Wettbewerb um Kandidaten mit den gefragten Fähigkeiten zunehmend schärfer wird?

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Indem Sie Toptalente frühzeitig scouten und den Megatrends der Arbeitswelt – demografischer Wandel, Digitalisierung und Individualisierung der Arbeitswelt – aggressiv begegnen, antwortet Jan Brecke in So wollen Toptalente arbeiten. Die Generation Y und Digital Natives legen eine völlig andere Erwartungshaltung an den Tag als ihre Mütter und Väter. Sie fordern sinnstiftende Arbeit und zugleich einen angenehmen Work-Life-Blend, bei dem die Grenzen zwischen Job und Freizeit durchaus verwischen dürfen. Eine offene, motivierende Unternehmenskultur und Vertrauen in Ihre Mitarbeiter entscheiden nicht selten über Zusage oder Ablehnung, Bleiben oder Gehen. Als Führungskraft sollten Sie daher eher beratend tätig werden.

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Den Chef zum Coach zu machen empfiehlt auch Winfried Gertz in Wechseln ist angesagt. Vorbildhafte Unternehmen bilden ihre Mitarbeiter anhand von Webinaren und digitalen Lerninhalten hausintern weiter und bieten jungen Toptalenten Freiräume und Entfaltungsmöglichkeiten. Leider sieht die Realität oft anders aus: „Die Kataloge der betrieblichen Personalentwicklung offenbaren eklatante Lücken bezüglich neuer Führungsansätze, Organisationsmodelle und neuer Formen der betrieblichen Kommunikation.“

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Gerade die talentiertesten Nachwuchskräfte laufen dabei Gefahr, an hoch gesteckten Erwartungen zu zerbrechen. Jennifer und Gianpiero Petriglieri nennen das den Fluch des Talents: Kollegen und Vorgesetzte idealisieren vielversprechende Neuankömmlinge als Heilsbringer und drängen sie in eine Rolle, die gar nicht ihren wahren Stärken und Interessen entspricht. Die Folgen sind Burn-out und Ausstiegsfantasien. Um das zu vermeiden, raten die Autoren, „jungen Talenten ausreichend Spielraum [zu] lassen, vom etablierten Bild eines klassischen Topmanagers abzuweichen.“

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Nur woran lässt sich im Bewerbungsgespräch überhaupt erkennen, ob ein Toptalent oder ein Durchschnittsmensch vor Ihnen sitzt? Nicht an seiner aktuellen Leistung, sondern seinem Potenzial, argumentiert Claudio Fernández-Aráoz in Talentmanagement im 21. Jahrhundert. Potenzial ist die Fähigkeit, immer komplexere Herausforderungen flexibel zu meistern – und dafür braucht es viel Motivation, Neugier, Scharfblick, Engagement und Entschlossenheit. Fragen Sie nach konkreten Beispielen, die Belege für diese Eigenschaften liefern, und prüfen Sie die Referenzen der Bewerber dahingehend.

Henry Ford revolutionierte die Arbeitswelt und prägte das 20. amerikanische Jahrhundert wie kein anderer. In der globalen Wissensökonomie des 21. Jahrhunderts sind allerdings radikal andere Fähigkeiten gefragt als zur Hochzeit des Industriezeitalters – und sie ändern sich am laufenden Band. Wer hier zu langsam reagiert, riskiert, aus der Spur geworfen zu werden.

Gundula Stoll

Gundula Stoll liest und schreibt seit Anfang 2000 für getAbstract – eine ganze Bücherwand lang.

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