getAbstract Neugierig bleiben

Let me be your Anti-Valentine!

Haben Sie schon Blumen gekauft – oder wahlweise Pralinen? Ist der Prosecco kalt gestellt, das romantische Wochenende mit Erdbeeren und Champagner gebucht oder gar der Heiratsantrag vorbereitet? Sie ahnen es: Der Valentinstag eilt mit schnellen Schritten auf uns zu.

Lesen auf getAbstract

Ach, Sie halten davon gar nichts und gehören zu den Valentinstags-Verweigerern? Dann sind Sie in guter Gesellschaft: In einer Studie von 2015 gaben 66 Prozent der Befragten beiderlei Geschlechts an, dass sie vom Theater um den Valentinstag genervt sind. Eigentlich ist der Valentinstag ein Fest der Liebe und Romantik. Leider wurde daraus der höchste Feiertag der Blumenhändler und eine Kitsch- und Kommerzveranstaltung.

Lesen auf getAbstract

Beschützer der Liebenden

Was ist der Ursprung dieser Tradition, die da aus dem angelsächsischen Raum zu uns herübergeschwappt ist? Nun, so ganz genau kann man es nicht sagen. Es gibt mehrere Legenden über den Namenspatron des 14.

Februar. Die bekannteste berichtet von Valentin von Terni im heutigen Umbrien. Er traute – gegen den ausdrücklichen Befehl des Kaisers – im dritten Jahrhundert heimlich Liebespaare nach christlichem Ritus. Als das herauskam, wurde er grausam zu Tode gefoltert. Als Märtyrer und Beschützer der Liebenden, Verlobten, der Reisenden und der Jugend wurde er populär.

Lesen auf getAbstract

Literatur beflügelt den Valentinstag

Im Mittelalter wurde sein „Gedenktag“ in die Literatur aufgenommen. Der englische Dichter Geoffrey Chaucer (1340–1400), dessen Canterbury Tales populär wurden, verfasste Ende des 14. Jahrhunderts ein allegorisches Gedicht, das vom „Parlament der Vögel“ handelt, die just am Valentinstag ihre Hochzeit feiern. Vogelhochzeit und Valentinstag wurden eins. In England entwickelte sich der Tag zu einem höfischen Liebesfest, und auch die englische Literatur zementierte seine Bedeutung.

Romantische Lesetipps

Grund genug, Ihnen Literatur über die Spielarten der Liebe zu empfehlen, vielleicht für eine gemeinsame Lektüre am Valentinstag?

Lesen auf getAbstract

Bedingungslose Liebe: Im „Theaterblockbuster“ Das Käthchen von Heilbronn führt uns Heinrich von Kleist eine rückhaltlos Liebende vor – garniert mit vielen romantisch überzeichneten Symbolen und Metaphern.

Eine Theorie der Liebe bietet Erich Fromms populäre Schrift Die Kunst des Liebens – darin stellt er auch die These auf, dass Kapitalismus und Liebe nicht miteinander kompatibel seien.

Wahre Liebe gegen alle Hindernisse: Die Lebensgeschichte von Charlotte Brontës Jane Eyre liest sich fast wie das Aschenputtelmärchen: Eine mittellose Gouvernante verliebt sich in ihren reichen Arbeitgeber und heiratet ihn am Ende, nachdem sie widrige Umstände durch vorbildliches Verhalten überwunden hat. Ein bisschen Spuk ist auch dabei, typisch Romantik eben.

Lesen auf getAbstract

Schatten der Vergangenheit vereiteln die Liebe der namenlosen Erzählerin und des adligen Maxim de Winter auf dessen Herrensitz Manderley. Eine starke Frau, eine große Liebe, ein Kriminalfall und viele Rätsel um Daphne du Mauriers Rebecca. Stimmungsvoll!

Der Klassiker: Ohne Romeo und Julia kann man so eine Sammlung natürlich nicht abschließen. Wahre Liebe und Riesentragödie vor dem Hintergrund einer erbitterten Familienfehde. Ergreifend! Und schön traurig.

Lesen auf getAbstract
Christian Mascheck

Christian Mascheck schreibt seit 2000 für getAbstract und hat annähernd 300 Wirtschafts- und 200 Klassiker-Abstracts verfasst. Er arbeitet als freier Journalist, PR-Berater und Content-Marketing-Spezialist in Hamburg.

%d Bloggern gefällt das: