getAbstract Blog

DerAfrikaBoom-Blog

Alle Augen sind dieser Tage auf die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer gerichtet. Die meisten Boatpeople stammen aus Afrika – aus Ländern wie Mali, Somalia oder Eritrea. Das trägt nicht eben dazu bei, das Image dieses Kontinents zu verbessern, den so mancher ohnehin längst abgeschrieben hat.

Dabei gerät aus dem Blick, dass große Teile Afrikas im wirtschaftlichen Aufschwung begriffen sind. So unglaublich das auch aus europäischer Perspektive klingen mag: Afrika boomt. Die Afrikaexperten Andreas und Frank Sieren liefern hierzu in ihrem Buch Der Afrika-Boom beeindruckende Zahlen: Um 300 Prozent ist die afrikanische Mittelschicht in den letzten 30 Jahren gewachsen; 60 Prozent aller landwirtschaftlich nutzbaren, aber noch unerschlossenen Flächen liegen in Afrika; bis zu 85 Prozent ihres Staatshaushalts reservieren afrikanische Staaten neuerdings für den Auf- und Ausbau dringendst notwendiger Infrastruktur.

„Die Verhältnisse bessern sich, nicht zuletzt, weil die Eliten der Länder zunehmend Verantwortung für den Staat übernehmen und weniger in die eigene Tasche wirtschaften“, schreiben die Autoren. Mit dieser frohen Botschaft verbinden sie allerdings auch den Appell an die westliche Welt, diese Entwicklung nicht zu verschlafen. Bisher nämlich ist es vor allem China, das vom Afrika-Boom profitiert, während der Westen noch immer auf Entwicklungshilfe statt auf Investitionen setzt.

Das Autorenduo zeichnet ein überaus detailreiches Bild des neuen Afrika, in dem aber auch die immer noch gewaltigen Probleme nicht verschwiegen werden. Wer sich jenseits der üblichen Klischees über das Thema informieren will, kommt an Der Afrika-Boom nicht vorbei, findet getAbstract, als Buch – oder einfach in der Zusammenfassung.

SmartData-Blog

Die Revolution frisst ihre Kinder, heißt es. Das gilt auch für digitale Revolutionen: Eben noch hieß der neueste Megatrend Big Data, schon wird mit Smart Data dessen Nachfolger ausgerufen. Bei einem solchen Neuerungstempo kann man schon mal den Überblick verlieren: Was war Big Data überhaupt noch mal und was soll jetzt an Smart Data so viel besser sein?

Das erläutern die Unternehmensberater Björn Bloching, Lars Luck und der Journalist Thomas Ramge in ihrem Buch Smart Data: Big Data bezeichnet das Sammeln und Auswerten riesiger Datenmengen unter anderem mit dem Ziel, Produkte und Dienstleistungen zu optimieren und auf die realen Kundenbedürfnisse zuzuschneiden. Einige seiner Versprechen hält Big Data tatsächlich, doch hat es auch Nachteile: Daten sind heute eine Ware und damit Marktgesetzen unterworfen, sprich nicht jedes Unternehmen kann sich die zur Big-Data-Analyse nötigen Datenmassen leisten. Auch ist Big Data aufwändig und bindet im Unternehmen wertvolle Ressourcen. Nicht zuletzt fördert es ein innovationsfeindliches Verharren im „datengestützten Mittelmaß“, wie Digitalexperte Christian Rätsch kürzlich im Manager Magazin argumentierte.

Smart Data verspricht Abhilfe. Der Ansatz, statt auf Quantität der Daten auf Qualität zu setzen, ist im Grunde verschlanktes Big Data, das auch kleinen Unternehmen die Chancen computergestützter Kundendatenanalyse eröffnet. Wie das gehen kann zeigen die Autoren am Beispiel der amerikanischen Drugstore-Kette Walgreens. Dort fand man heraus, dass Kunden sich meist nicht weiter als zwei Meilen vom Wohnort entfernen, um eine Apotheke aufzusuchen. Mithilfe eines einfachen Excel-Sheets ermittelte man, in welchen Postleitzahlengebieten das nächste Walgreens weiter als zwei Meilen weg war. Dort verzichtete man gänzlich auf Werbung, sparte so Kosten und hatte dennoch keine Verkaufszahlenrückgänge zu verzeichnen.

Smart Data hat also durchaus Hand und Fuß. Das Buch ist überdies hervorragend geschrieben und voll praktischer Tipps, wie auch Sie Smart Data für Ihr Unternehmen nutzen können. Aber Achtung: Die nächste Revolution steht bestimmt schon in den Startlöchern. Verlieren Sie also keine Zeit und laden sich unsere Zusammenfassung herunter!

Interview mit Dr. Olaf Meier, Verlagsleiter Programm beim Campus Verlag, auf der Frankfurter Buchmesse 2014

getAbstract: Welche Autoren waren 2014 beim Campus Verlag besonders erfolgreich und warum?

Dr. Olaf Meier: In der Businessliteratur ist Michael Lewis mit seinem Buch “Flash Boys” zu nennen, in dem er den Hochfrequenzhandel an den Börsen beschreibt und damit etwas aufdeckt, das von der breiten Öffentlichkeit bisher nicht wahrgenommen wurde. Er schafft es, ein neues, relevantes Thema unglaublich unterhaltsam zu präsentieren. Nach wie vor sehr erfolgreich ist Jeremy Rifkin mit seinem Buch “Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft”, und das liegt sicher daran, dass hier ein fundierter, argumentativ gut begründeter Blick in die Zukunft geworfen wird. Das Buch ist sowohl visionär als auch optimistisch und enthält so etwas wie ein Befreiungsversprechen, denn der Kapitalismus in seiner jetzigen Form wird Rifkins Meinung nach ersetzt werden durch etwas, das sich für viele Menschen positiv auswirken wird. Jeremy Rifkin ist ja ein sehr bekannter Autor und genießt auch im deutschsprachigen Raum einen hervorragenden Ruf, deshalb ist seine Meinung natürlich relevant. Was derzeit sehr gut anläuft ist das Buch “Zero to One” des Paypal-Mitgründers Peter Thiel, der eine Silicon-Valley-Ikone und ein origineller Querdenker ist. Sein Buch enthält einige sehr provokante Thesen, wie z.B. dass Monopole gut sind.

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Neues vom Ketzer

3.3.2015

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Was, wenn die Erde eine Kugel wäre? Im 15. Jahrhundert hätte uns diese Frage bestenfalls ein Kopfschütteln, im schlechtesten Fall aber eine Anklage wegen Ketzerei eingebracht. So ist das mit provokativen Fragen, die über Raum und Zeit hinausreichen. Damals wie heute. Noch mehr solcher Fragen gefällig?

Was, wenn der Kapitalismus in ein paar Jahren vor die Wand fährt? Der diese Frage in Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft stellt, hat mit der Ketzerei langjährige Erfahrung …

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Interview mit Ben Horowitz, Autor von „Wenn es hart auf hart kommt. Schwierige Management-Situationen und wie man sie meistert“ (Börsenmedien, 2014)

getAbstract: Selbst als Sie mit ihrer Firma Loudcloud unter enormem Druck standen, hielten Sie an Ihrem Prinzip fest, Menschen über Produkte und Profit zu stellen. Wieso glauben Sie an diese Strategie?

Ben Horowitz: Das Technologie-Business ist in Wirklichkeit ein „People-Business“. Bislang gab es kein einziges großartiges Technologie-Unternehmen ohne großartige Mitarbeiter und Ingenieure. Wenn man die richtigen Leute hat, wird man es höchstwahrscheinlich auch zum richtigen Produkt bringen. Demnach ist die einzig richtige Reihenfolge: Menschen vor Produkten und Profiten.

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Der rosa Rausch

8.1.2015

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Was halten Sie von Pink? Nein, es geht nicht um Musik, sondern um einen politischen Kampfbegriff.

Denn Pink ist derzeit so umstritten, wie eine Farbe nur sein kann – für die Repräsentanten der feministischen Krawallgruppe “Pinkstinks” zum Beispiel ist der mit “Schweinchenrosa” zu übersetzende Farbton die sichtbare Unterdrückung der Frau, Versinnbildlichung Jahrtausende alter Indoktrination durch das Patriarchat. Für zahlreiche Marketing-Manager dagegen ist es die Spur der Verheißung, die Aussicht auf fette Umsätze und klingelnde Kassen.

Und ich? Ich habe das Zeug drei Jahre lang leidenschaftlich bekämpft. Am Ende gab ich auf und schenkte meiner Tochter alles, so wie sie es sich wünschte: in pink. Es war ein rosa Rausch, der unheilbar schien.

Die väterliche Sorge, dass mit so einer Präferenz aus dem Kind dereinst nur eine stundenlang nägellackierende Tussi (mit Diplom) werden könne, hat Diana Jaffe in Was Frauen und Männer kaufen dankenswerterweise etwas zerstreut…

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Interview mit Bettina Wörgötter, Lektorin beim Deuticke Verlag, auf der FBM 2014 (hier mit Christian Felber).

Susanne Schettler: Welche Wirtschaftsbücher des Deuticke Verlags waren 2014 besonders erfolgreich und warum?

Bettina Wörgötter: Bei uns sind die Bücher von Christian Felber besonders erfolgreich. Sein neustes Buch „Geld“ ist die Weiterentwicklung seines großen Erfolges „Die Gemeinwohl-Ökonomie“, das eine alternative Wirtschaftsform detailliert und praxisnah vorgestellt. Bei der Entwicklung der Gemeinwohl-Ökonomie, die wir bereits 50 000 Mal verkauft haben, hat er sich daran gemacht, auch für das Geldsystem einen neuen Vorschlag zu machen. Diesen Vorschlag legt er in „Geld“ dar, das eines der erfolgreichsten Bücher dieses Jahres war.

Susanne Schettler: Sind Ökonomie-Themen aufgrund der zurückliegenden Finanzkrise immer noch besonders gefragt?

Bettina Wörgötter: Auf jeden Fall. Natürlich drängt sich vor dem Hintergrund der letzten Finanzkrise die Frage nach Alternativen auf, darüber wie es in ökonomischen und finanzwirtschaftlichen Bereichen weitergeht. Gleichzeitig hat die Krise aber auch bewirkt, dass viele Menschen sich besser informieren wollen, um sich nicht mehr nur als Opfer dieser Krise zu fühlen. Ich denke, dass man lange Zeit über Dinge wie Steuern oder Finanzen gar nicht so genau Bescheid wissen wollte. Mittlerweile glaube ich, dass die Menschen diese Zusammenhänge verstehen und mehr Verantwortung übernehmen wollen – gerade die, die selbst schlechte Erfahrungen gemacht und z.B. Geld verloren haben. Deshalb glaube ich, dass das persönliche Informationsbedürfnis und damit auch das Bedürfnis nach Büchern, die solche Zusammenhänge verständlich erklären, sehr gestiegen ist.

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Haben Sie es heute schon mal eingeschaltet? Dieses handliche, praktische und blitzschnelle Gerät, dass immer zur Verfügung steht, in Sekundenschnelle… Ist es nicht einfach fantastisch, was für ein gewaltiges Speichervolumen es hat, werweißwieviele Apps darauf laufen, und wie lange seine Akkus halten? Aber das beste an diesem coolen Device ist doch sicherlich, dass es vom Hersteller grundsätzlich kostenlos abgegeben wird  da kann sich mancher Internetkonzern noch eine Scheibe abschneiden.

Und falls Ihr Gerät mal verrückt spielen sollte  Henning Beck gibt in Hirnrissig probate Tuning-Tipps…

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Interview mit dem Autor, Zukunftsmanager und getAbstract International Book Award-Preisträger Pero Mićić auf der Frankfurter Buchmesse 2014

getAbstract: In ihrem Buch „Wie wir uns täglich die Zukunft versauen“ zeigen Sie die Gefahr kurzfristiger Entscheidungen auf und geben Tipps zur Verhaltensänderung. Wieso glauben Sie, dass Menschen das nötig haben?

Pero Mićić: Weil ich wahrnehme, dass diese seltsame Eigenschaft der Kurzsichtigkeit nicht nur – wie ich bisher dachte – für den einzelnen Menschen, sein Leben und seine Gesundheit schädlich ist. Ich glaube, dass kurzfristiges Denken ein globales Phänomen auf allen Ebenen ist, das unsere Existenz bedroht. Ich beschäftige mich seit mehr als zwei Jahrzehnten mit Zukunftsmanagement und der Frage nach den Folgen unseres Handelns. Wenn man dann noch die Forschungsergebnisse von Neurologen und Psychologen zusammenträgt und kein Buch findet, das dies deutlich sagt, dann hat man das Recht und vielleicht auch die Pflicht, ein Buch dazu zu publizieren.

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Gefühlte acht Monate schiebe ich nun den aktuellen Blog-Beitrag vor mir her – doch immer kommt etwas dazwischen. Sie kennen das: Man muss z.B. ganz dringend nach den neuesten E-Mails schauen, die letzten Nachrichten checken oder sich noch schnell dieses lustige Katzenvideo auf Youtube anschauen, das ein Kollege gerade mit einem geteilt hat. Und dann ist schon Kaffeezeit, oder ein Stück Schokoladentorte steht im Kühlschrank. Oder die Nacht bricht herein. Es ist einfach zum Heulen: Das „Ich soll“ hat nicht die kleinste Chance gegen „Ich will“…  Und wahrscheinlich würde ich das Schreiben noch weitere drei Wochen (oder drei Monate oder drei Jahre) aufschieben, wenn ich nicht die Lösung im Buch selbst gefunden hätte: Wie man den inneren Schweinehund besiegt, schreibt Pero Mićić in Wie wir uns täglich die Zukunft versauen, jüngst mit dem getAbstract Book Award ausgezeichnet.

Ich bin also tatsächlich fertig geworden – fast ohne Schokoladentorte, und mit Hilfe von Mićićs Trickkiste.

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