Archiv 2017

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Ich, wo bist du?

19.5.2017

170519_GermanAI_Blog.

Künstliche Intelligenz (KI), das ist Horrorszenario und Ausdruck menschlicher Hybris für die einen – und Quelle segensreicher Innovationen für die anderen. Der israelische Historiker Yuval Noah Harari hat ein ebenso brillantes wie beängstigendes Buch zum Thema veröffentlicht: In Homo Deus beschreibt er, wie der Mensch den Glauben an einen Sinn gegen die Macht über alle Geschöpfe tauschte – und wie er heute kurz davor steht, diese Macht an Algorithmen abzutreten. Der Mensch macht sich so zum armen Schwein. Manche tun die provozierenden Thesen des bekennenden Veganers Harari als übertrieben und marktschreierisch ab. Nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch sinnvoll, so ihr Argument. Der Mensch werde schon achtgeben, dass er sich nicht selbst abschafft.

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WorldPress_Blog

„Der Kampf um die Wortmacht ist auch ein Kampf um die Weltmacht“, schreibt Timothy Garton Ash in seinem richtungsweisenden Werk Redefreiheit. Und dieser Kampf wird an unterschiedlichen Fronten gekämpft: In Russland, der Türkei und anderen autokratischen Regimes werden regierungskritische Journalisten ermordet oder ohne Anklage ins Gefängnis geworfen. In den USA, dem Mutterland der Presse- und Meinungsfreiheit, beschimpft der gewählte Präsident die Medienvertreter auf Twitter als „FAKE NEWS“ und „Feinde des amerikanischen Volkes“. Das ist absurd und idiotisch, aber auch brandgefährlich – die „Lügenpresse“ lässt grüßen. „Die Grenzen zwischen Journalismus und politischem Aktionismus sind häufig nicht mehr erkennbar“, mahnt folgerichtig der Amerikakenner Josef Braml in Trumps Amerika – Auf Kosten der Freiheit.

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BookDayG_Blog

Was haben William Shakespeare und Miguel de Cervantes Saavedra gemeinsam? Na klar, beide sind so etwas wie Superstars des klassischen Literaturbetriebs. Der eine, Shakespeare, gilt als größter Dichter und Dramatiker aller Zeiten. Der andere, Cervantes, ist der Begründer des modernen Romans. Sein Don Quijote gilt sogar als “bester Roman der Welt”: Das bescheinigte ihm eine vom Osloer Nobel-Institut organisierte Umfrage unter den 100 bekanntesten Schriftstellern im Jahr 2002.

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NYT_Blog

Manche Menschen rümpfen angesichts von Bestsellerlisten die Nase. Warum sollte man sich als mündiges Individuum ausgerechnet beim Buchkauf auf eine diffuse Schwarmintelligenz verlassen? Die Antwort ist ganz einfach: Weil sie Orientierung in einem Bücherdschungel bietet, der ungebremst wuchert und gedeiht. Rund 90 000 neue Titel erscheinen allein in Deutschland pro Jahr. Der durchschnittliche Bundesbürger gibt an, in dieser Zeit gerade mal sieben bis acht Bücher zu lesen. Oder kauft er sie nur, weil sie im Regal so repräsentativ aussehen? Egal. Bestsellerlisten machen echte Leseratten jedenfalls auf die stärksten, interessantesten und meistbeachteten Exemplare im Bücherwald aufmerksam – und wir von getAbstract führen Sie fachkundig hindurch, damit Sie unnötige Fehlgriffe vermeiden. Den ganzen Eintrag lesen »

EUs60th-GER-Blog

„Wir müssen eine Art Vereinigte Staaten von Europa errichten“, forderte Winston Churchill 1946 in seiner berühmten Züricher Rede. Als elf Jahre danach die Römischen Verträge als Gründungsdokument der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) unterzeichnet wurden, saßen die Briten noch nicht mit am Tisch. Heute, zum 60-jährigen Jubiläum am 25. März 2017, sitzen sie nicht länger dort. Ihr leerer Stuhl ist zum Sinnbild einer existenziellen Krise geworden: Es geht die Angst um, dass sich bis zum Jahresende weitere Stühle leeren könnten und das ganze europäische Haus in sich zusammenfällt.

Was ist geschehen? Vor 60 Jahren war die Erinnerung an die Katastrophen des 20. Jahrhunderts noch frisch. Die Gründungsmaxime der europäischen Einigung lautete: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg – denn beide verursachen nicht nur unendliches Leid, sondern sind auch schlecht fürs Geschäft. Natürlich ging es Frankreich auch darum, der Bundesrepublik mitten im Wirtschaftswundergalopp Zügel anzulegen und den ehemaligen Erzfeind in eine gemeinsame, europäische Richtung zu lenken. Es war ein pragmatisches Kalkül, und es funktionierte. Den ganzen Eintrag lesen »

LindasReadingRecommendations2-Blog

 Die Neuerfindung des Erfolgs

Die Neuerfindung des Erfolgs habe ich vor einigen Jahren gelesen. Damals arbeitete ich für eine Unternehmensberatung, fragte mich aber schon eine ganze Weile, ob der Job eigentlich das Richtige für mich sei. Auch wenn ich gerade erst ein Projekt erfolgreich abgeschlossen hatte, fragte ich mich, ob ich mit meiner Persönlichkeit und meiner Haltung wirklich in diese Branche passte. Arianna Huffingtons Buch war da genau, was ich brauchte: Sie zeigt darin, dass es Lebensziele gibt, die über „mehr Geld“ und „mehr Macht“ hinausgehen – sie nennt das einen dritten Erfolgsmaßstab, der sich aus “Wohlbefinden, Weisheit, Staunen und Großzügigkeit” zusammensetzt. Nach einer solchen Sichtweise hatte ich gesucht! Ich wusste zwar, dass es im Leben um mehr geht als um die nächste Beförderung oder Gehaltserhöhung, aber es war doch eine Erleichterung für mich, von einer erfolgreichen Businessfrau zu hören, dass es tatsächlich noch andere lohnende Ziele gibt. Das war wahrscheinlich die wichtigste Einsicht, die ich aus diesem Buch mitnahm: dass es okay ist, andere Ziele zu haben als andere, und dass es Sinn macht, sich für diese Ziele einzusetzen.

Was mir an Die Neuerfindung des Erfolgs außerdem sehr gut gefallen hat, ist die riesige Bandbreite der Wissensquellen, aus denen Arianna Huffington Material für Ihre Argumentation schöpft – von griechischer Philosophie und Mythologie bis zu wissenschaftlichen Studien über Glück und Produktivität.

Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der sich fragt, was es eigentlich bedeutet, erfolgreich zu sein.

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#WeAreBoldForChange-2-Blog

Es ist ein Skandal. Zwischen 1995 und 2015 lag der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen in Deutschland bei durchschnittlich 22 Prozent (Quelle: Statista). Ein Unterschied, den man nicht wegdiskutieren kann.

Lassen Sie uns ein Gedankenexperiment machen, das die ganze Tragweite dieser Zahl deutlich macht: Umgerechnet aufs Jahr müssten Frauen etwa elf Wochen länger arbeiten, um denselben Lohn wie Männer in ähnlicher Position zu erhalten. Ironischerweise landen sie dann ungefähr in der Woche, in der wir den Internationalen Frauentag feiern. Mit anderen Worten: Die Männer könnten seit Silvester 2016 in einem schicken Hotel irgendwo auf der Welt eine Endlosparty feiern und hätten doch den gleichen Verdienst in der Tasche wie alle  Frauen, die bis heute schön brav zur Arbeit gegangen sind.

Hatten sich die Frauen ihre Position an der Spitze in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik nicht längst erkämpft? Weibliche Präsidentinnen, eine Frau im Verteidigungsministerium, ja als Bundeskanzlerin und ein 17-jähriges pakistanisches Mädchen als mutige Friedensnobelpreisträgerin: Das alles ist längst gesellschaftliche Realität. Oder im Kulturbereich: Die Zeiten sind längst vorbei, als Literatur und Film nur Rollenmodelle für Jungs zu bieten hatten. Welches junge Mädchen möchte nicht so unbeugsam gegen Ungerechtigkeiten zu Felde ziehen wie Roald Dahls Matilda? Oder ein so unkonventionelles Leben führen wie Pippi Langstrumpf? Was man vor 30 Jahren nicht gedacht hätte, ist inzwischen Wirklichkeit geworden: Wir hatten eine Frau auf der Brücke des Raumschiffs Enterprise, einen weiblichen Terminator und eine Star-Wars-Heldin. Tougher als alle Kerle ist Katniss Everdeen aus der erfolgreichen Tribute-von-Panem-Reihe. Und klüger als Harry Potter war immer schon sein selbstbewusster Sidekick Hermine. Erst recht ihr Pendant in der wirklichen Welt: Die Schauspielerin Emma Watson gehört zu den unerschrockensten jungen Feministinnen der Gegenwart – ohne dabei irgendwie verschroben oder seltsam zu wirken.

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Elbphilharmonie-ProjectManagement-Blog

17 Jahre hat er gedauert, statt der anvisierten drei Jahre; 789 Millionen Euro hat er die Freie und Hansestadt Hamburg gekostet, statt der zunächst geschätzten 77 Millionen – der Bau der Elbphilharmonie auf einer Landspitze am Rand der historischen Speicherstadt. Die Kosten- und Fristenexplosion brachte dem ehrgeizigen Projekt reichlich Kritik ein. All das ist zum Glück Schnee von gestern: Die „Elphi“ ist ein allseits bestauntes Wunderwerk geworden, ein architektonisches Juwel in einmaliger Lage und mit bestechender Akustik. Hamburg, das „Tor zur Welt“, ist seit dem 11. Januar 2017 auch kulturell eine Weltstadt.

Ende gut, alles gut, könnte man meinen; die Kritiker sind widerlegt – und überhaupt: So ist es eben mit derlei Megaprojekten. Das Opernhaus Sydney wurde mit stolzen acht Jahren Verspätung fertig und war schließlich 15 Mal teurer als vorgesehen. Vom Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ganz zu schweigen, bei dem es inzwischen nur noch darum zu gehen scheint, möglichst vor Ende des Luftfahrtzeitalters fertig zu werden. Den ganzen Eintrag lesen »

WEF-Jan2017-Blog

Einmal mehr haben sich Ende Januar in Davos die Mitglieder des World Economic Forum (WEF) getroffen, um gemeinsam zu ergründen, wie man die Welt womöglich ein wenig besser machen kann. Thema war „Responsive and Responsible Leadership“, was sich etwa mit „antwort- und verantwortungsbereite Führung“ übersetzen ließe – ein dezidiertes Bekenntnis zur Kooperation als ethischem Schlüsselbegriff unser Zeit. Umso mehr, als weltweit autoritäre Tendenzen wieder auf dem Vormarsch sind.

Wir von getAbstract lesen für Sie die gesamte relevante und aktuelle Businessliteratur, und das seit vielen Jahren. Aus dieser Position heraus lässt sich sagen: Wenn es einen breiten, stabilen Trend im Bereich Führung und Management gibt, zeigt er exakt in die Gegenrichtung – weg vom einsamen Wolf an der Unternehmensspitze, hin zu selbstorganisierten Teams; weg von Statusdenken und Abgrenzung, hin zu Sinnstreben und wertschätzender Kommunikation. Dahinter steckt kein Idealismus, sondern Berechnung: Nur so lassen sich in unserer VUCA-Welt (Volatility, Uncertainty, Complexity, Amiguity) nachhaltig Gewinne erzielen.

So mag es auf den ersten Blick überraschend wirken, auf den zweiten jedoch durchaus schlüssig, dass sich in Davos ausgerechnet der chinesische Präsident Xi Jinping zum Verteidiger der Globalisierung aufschwang. Lesen Sie in unserer top-aktuellen Zusammenfassung seiner Eröffnungsrede, mit welchen Argumenten Xi Jinping für freien Welthandel, internationale Zusammenarbeit und mehr Inklusivität plädiert.

 

 Eröffnungsrede von Xi Jinping, Präsident der Volksrepublik China
Xi Jinping
World Economic Forum, 2017

Top10BizBooks2016-GER-Blog

Mit Zusammenfassungen von getAbstract sind Sie immer auf dem neuesten Stand des relevanten Businesswissens. Dieses Versprechen haben wir im vergangenen Jahr gehalten und halten es auch im neuen. Und wir fangen gleich damit an: Längst sind die ersten Highlights – Businessbücher und -artikel, Video-Talks und Economic Reports – über die Schreibtische unserer Redaktion gewandert, wurden eingehend geprüft und kompetent zusammengefasst. Einige davon finden Sie bereits auf unserer Website.

Und da der beste Ausgangspunkt für einen frischen Start bekanntlich ein wohlinformierter Rückblick ist, präsentieren wir Ihnen hier unsere zehn Topseller der letzten zwölf Monate. Warum gönnen Sie sich also nicht mit Superschlaf von Richard Wiseman einen erfrischenden Schlummer und machen sich dann mit … und heute leg ich los von Detlef und Ulrich Lohmann ausgeruht an die Arbeit? Denken Sie mit Brain Changer von David DiSalvo und Stephan Meyer Ihr Leben neu und lassen Sie mit Die 4 Disziplinen der Umsetzung von Sean Covey Ihre Pläne endlich Wirklichkeit werden!

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