Archiv 2014

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Interview mit Bettina Wörgötter, Lektorin beim Deuticke Verlag, auf der FBM 2014 (hier mit Christian Felber).

Susanne Schettler: Welche Wirtschaftsbücher des Deuticke Verlags waren 2014 besonders erfolgreich und warum?

Bettina Wörgötter: Bei uns sind die Bücher von Christian Felber besonders erfolgreich. Sein neustes Buch „Geld“ ist die Weiterentwicklung seines großen Erfolges „Die Gemeinwohl-Ökonomie“, das eine alternative Wirtschaftsform detailliert und praxisnah vorgestellt. Bei der Entwicklung der Gemeinwohl-Ökonomie, die wir bereits 50 000 Mal verkauft haben, hat er sich daran gemacht, auch für das Geldsystem einen neuen Vorschlag zu machen. Diesen Vorschlag legt er in „Geld“ dar, das eines der erfolgreichsten Bücher dieses Jahres war.

Susanne Schettler: Sind Ökonomie-Themen aufgrund der zurückliegenden Finanzkrise immer noch besonders gefragt?

Bettina Wörgötter: Auf jeden Fall. Natürlich drängt sich vor dem Hintergrund der letzten Finanzkrise die Frage nach Alternativen auf, darüber wie es in ökonomischen und finanzwirtschaftlichen Bereichen weitergeht. Gleichzeitig hat die Krise aber auch bewirkt, dass viele Menschen sich besser informieren wollen, um sich nicht mehr nur als Opfer dieser Krise zu fühlen. Ich denke, dass man lange Zeit über Dinge wie Steuern oder Finanzen gar nicht so genau Bescheid wissen wollte. Mittlerweile glaube ich, dass die Menschen diese Zusammenhänge verstehen und mehr Verantwortung übernehmen wollen – gerade die, die selbst schlechte Erfahrungen gemacht und z.B. Geld verloren haben. Deshalb glaube ich, dass das persönliche Informationsbedürfnis und damit auch das Bedürfnis nach Büchern, die solche Zusammenhänge verständlich erklären, sehr gestiegen ist.

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Haben Sie es heute schon mal eingeschaltet? Dieses handliche, praktische und blitzschnelle Gerät, dass immer zur Verfügung steht, in Sekundenschnelle… Ist es nicht einfach fantastisch, was für ein gewaltiges Speichervolumen es hat, werweißwieviele Apps darauf laufen, und wie lange seine Akkus halten? Aber das beste an diesem coolen Device ist doch sicherlich, dass es vom Hersteller grundsätzlich kostenlos abgegeben wird  da kann sich mancher Internetkonzern noch eine Scheibe abschneiden.

Und falls Ihr Gerät mal verrückt spielen sollte  Henning Beck gibt in Hirnrissig probate Tuning-Tipps…

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Interview mit dem Autor, Zukunftsmanager und getAbstract International Book Award-Preisträger Pero Mićić auf der Frankfurter Buchmesse 2014

getAbstract: In ihrem Buch „Wie wir uns täglich die Zukunft versauen“ zeigen Sie die Gefahr kurzfristiger Entscheidungen auf und geben Tipps zur Verhaltensänderung. Wieso glauben Sie, dass Menschen das nötig haben?

Pero Mićić: Weil ich wahrnehme, dass diese seltsame Eigenschaft der Kurzsichtigkeit nicht nur – wie ich bisher dachte – für den einzelnen Menschen, sein Leben und seine Gesundheit schädlich ist. Ich glaube, dass kurzfristiges Denken ein globales Phänomen auf allen Ebenen ist, das unsere Existenz bedroht. Ich beschäftige mich seit mehr als zwei Jahrzehnten mit Zukunftsmanagement und der Frage nach den Folgen unseres Handelns. Wenn man dann noch die Forschungsergebnisse von Neurologen und Psychologen zusammenträgt und kein Buch findet, das dies deutlich sagt, dann hat man das Recht und vielleicht auch die Pflicht, ein Buch dazu zu publizieren.

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Gefühlte acht Monate schiebe ich nun den aktuellen Blog-Beitrag vor mir her – doch immer kommt etwas dazwischen. Sie kennen das: Man muss z.B. ganz dringend nach den neuesten E-Mails schauen, die letzten Nachrichten checken oder sich noch schnell dieses lustige Katzenvideo auf Youtube anschauen, das ein Kollege gerade mit einem geteilt hat. Und dann ist schon Kaffeezeit, oder ein Stück Schokoladentorte steht im Kühlschrank. Oder die Nacht bricht herein. Es ist einfach zum Heulen: Das „Ich soll“ hat nicht die kleinste Chance gegen „Ich will“…  Und wahrscheinlich würde ich das Schreiben noch weitere drei Wochen (oder drei Monate oder drei Jahre) aufschieben, wenn ich nicht die Lösung im Buch selbst gefunden hätte: Wie man den inneren Schweinehund besiegt, schreibt Pero Mićić in Wie wir uns täglich die Zukunft versauen, jüngst mit dem getAbstract Book Award ausgezeichnet.

Ich bin also tatsächlich fertig geworden – fast ohne Schokoladentorte, und mit Hilfe von Mićićs Trickkiste.

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Der getAbstract International Book Award zeichnet die relevantesten, innovativsten Businessbücher eines Jahres in deutscher und englischer Sprache aus. Die auf der Frankfurter Buchmesse 2014 bekannt gegebenen Gewinner sind:

Englisch

  • Data Crush von Christopher Surdak, AMACOM (A Division of American Management Association)
  • The Frackers von Gregory Zuckerman, Portfolio

Deutsch

  • Geld von Christian Felber, Deuticke
  • Wie wir uns täglich die Zukunft versauen von Pero Mićić, Econ

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Managementvordenker Peter Drucker hat in seiner jahrzehntelangen Beratertätigkeit die unterschiedlichsten Typen von Führungskräften kennengelernt: extrovertierte und zurückhaltende, exzentrische und konventionelle, charmante und unauffällige, Generalisten und Spezialisten, manche, die leicht Entscheidungen fällen, und andere, sich damit sehr schwer tun.

Eine ideale Führungskraft zeichnet sich für Drucker nicht durch bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, sondern durch eine einzige Eigenschaft aus: Effektivität. Denn „Intelligenz, Vorstellungskraft und Wissen sind unabdingliche Ressourcen, aber nur durch Effektivität werden Ergebnisse daraus“.

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Zum 14. Mal nominiert getAbstract zehn herausragende Businessbücher des vergangenen Jahres für den getAbstract International Book Award. Der älteste und renommierteste internationale Businessbuchpreis prämiert sowohl englische als auch deutsche Titel. Zu den bisherigen Preisträgern gehören etwa Uwe Jean Heuser, Wolfgang Münchau, Reinhard K. Sprenger, Phil Rosenzweig, Jared Diamond und Detlev S. Schlichter.

„Es ist eine Ehre, diese Auszeichnung von einer Organisation erhalten zu haben, die für die Qualität ihrer Auswahl und ihrer Analyse von Businessbüchern bekannt ist“, sagt Robert J. Shiller, Nobelpreisträger, Professor an der Yale University und getAbstract-Preisträger 2003. „Eine Auszeichnung wie diese bedeutet mehr, als es auf eine Bestsellerliste geschafft zu haben.“

Der begehrte Buchpreis geht an Sachbuchautoren der Bereiche Management und Business. Jedes Jahr prüft die Redaktion von getAbstract mehr als 10 000 englische und deutsche Businessbücher der Kategorien Führung, Strategie, Vertrieb, Marketing, Personalwesen, Wirtschaft, Politik, Finanzen und Karriere. Unter ihnen wählt sie zehn Finalisten aus, von denen vier die begehrte Trophäe erhalten.

„Wir freuen uns, die bemerkenswerten Leistungen der diesjährigen Finalisten zu würdigen“, so Arnhild Walz-Rasilier, Vice President bei getAbstract. „Seit über einem Jahrzehnt zeichnen wir mit dem getAbstract International Book Award herausragende Businessvordenker aus. Darin spiegelt sich unser Engagement für Businessbücher. Besonderer Dank gilt unseren über 500 internationalen Verlagspartnern, die jedes Jahr so viele hervorragende Titel veröffentlichen. Eine Auswahl zu treffen fiel unseren Redakteuren wieder einmal nicht leicht. Wir sind stolz, mit diesem Award die innovativsten und richtungweisendsten Businessbücher gebührend zu feiern.“

Die Finalisten des Jahres 2014:

Englisch

Data Crush von Christopher Surdak, AMACOM, a division of American Management Association International

F.I.R.E. von Dan Ward, HarperBusiness, HarperCollins Publishers

Left Brain, Right Stuff von Phil Rosenzweig, Profile Books UK/Public Affairs, Perseus Books Group

The Frackers von Gregory Zuckerman, Portfolio, Penguin Random House Group

The Tragedy of the European Union von George Soros, Public Affairs, Perseus Books Group

Deutsch

Creability von Martin Eppler, Friederike Hoffmann und Roland Pfister, Schäffer-Poeschel

Geld von Christian Felber, Deuticke, Paul Zsolnay Verlag

Hybris von Meinhard Miegel, Propyläen, Ullstein Buchverlage

WebAttack von Roman Maria Koidl, Goldmann, Verlagsgruppe Random House

Wie wir uns täglich die Zukunft versauen von Pero Mićić, Econ, Ullstein Buchverlage

Die Bekanntgabe der Gewinner und die Preisverleihung finden am 8. Oktober 2014, 16-17 Uhr im Lesezelt auf der Frankfurter Buchmesse statt.

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Der Alternativlose

10.9.2014

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Wussten Sie, dass viele Moskauer Beamte jährlich rund 1 Million verdienen? Das behauptet zumindest der Moskau-Korrespondenten Boris Reitschuster in seinem Buch Putins Demokratur. Wobei die 1 Million Dollar natürlich das inoffizielle Pro-Kopf-Einkommen sind, das ein “fleißiger” Kleptokrat in der russischen Verwaltung jährlich an Bestechungsgeldern scheffeln kann. Die tatsächliche Besoldung liegt etwas niedriger, bei umgerechnet durchschnittlich 700 Dollar im Monat. Den ganzen Eintrag lesen »

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Gerade in den letzten Wochen gehäuft haben wir mit gehobenen Augenbrauen über diese Meldungen hinweggelesen, die wieder einmal den Tod ganzer Seilschaften am Mont Blanc, Mount Everest oder sonst einem zugigen Zacken dieser eigentlich doch ganz schönen Welt resümierten. Tragisch, haben wir gedacht, aber leider allzuoft und anscheinend sogar zunehmend selbst verschuldet. Nicht unser Problem  und ändern können wir’s eh nicht.

Und nun kommt Fredmund Malik daher und will uns in Wenn Grenzen keine sind allen Ernstes erzählen, gutes Management sei nichts anderes als Bergsteigen? Als wenn das nicht schon der Gipfel wäre, garniert er seine steile These auch noch mit einer pittoresken Beschreibung eigener lebensgefährlicher Kraxeleien irgendwo in den Alpen, die er nur dank seines Bergführers überlebte.

Da fragen wir uns doch: Hat Malik bei seiner letzten Bergtour einen Stein auf den Kopf bekommen?

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Manche Mitmenschen glauben, Kreativität sei etwas, was man auswendig lernen kann wie Lateinvokabeln oder die Antworten zur theoretischen Führerscheinprüfung. Oder man könne sie einnehmen wie eine Vitamintablette oder aktivieren wie eine App. Solche Leute besuchen Kurse in „Freies Gestalten“, lesen Coelho und schenken ihren Kindern Lego aus der Reihe „Creator“ – aber wenn sie eine Büroklammer sehen, denken sie nur an die Ablage.

Dabei kann man mit einer Büroklammer so viele andere schöne Dinge machen – schlägt Creability vor, dessen Autoren auch an universelle Kreativität glauben.

Und Sie? Was würden Sie mit einer Büroklammer machen?

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“Lass’ uns drüber reden…” Sollte man einen Blogbeitrag veröffentlichen, der bei nachweislich 71 Prozent der User auf Unbehagen, vielleicht sogar Antipathie stößt? Nein, es geht nicht um Bilanzvorschriften oder Steuerehrlichkeit, schon gar nicht um Treue oder die Sommerpause der Bundesliga  wir sprechen von leibhaftigem Ärger: um Streit. Obwohl unsere Gesellschaft angeblich so streitlustig ist, versuchen die meisten Menschen, ihn fast zwanghaft zu vermeiden. Und machen damit alles nur noch schlimmer.

Halten Sie sich fest: Streit ist nicht schlecht – im Gegenteil: Laut Werner Ehrhardt und Thomas Schneider in Erfolgreich streiten ist Streit so gut, dass Sie in Zukunft jede sich bietende Gelegenheit dafür nutzen sollten. Und das geht so: …

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Kürzlich ging in Deutschland ein Internetportal live, das höchst ungewöhnliche Beziehungen anbahnt: „TalentFrogs“ vermittelt Menschen, die Lust auf einen kompletten Neuanfang haben. Mit ganz neuem Partner. In einer ganz neuen Umgebung. In einer ganz neuen Branche. Man nennt sie Quereinsteiger, und es werden mehr. Warum auch nicht? Ein Perspektivwechsel bringt privat wie beruflich frischen Wind ins Leben – und vor allem: Quereinsteiger bringen auch den Unternehmen frischen Wind, zeigt die Personal-Beraterin Sylvia Knecht in Erfolgsfaktor Quereinsteiger.

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Wie wir gemeinhin über Führung, Motivation, Ziele und Anderssein denken, ist grundsätzlich falsch. Das sagt Derek Sivers, ein passionierter Unternehmer und TED-Sprecher. In drei prägnanten TED-Talks How to Start a Movement, Keep your Goals to Yourself  und Weird or Just Different hat er immer wieder den Status quo in Frage gestellt. So war auch seine Karriere außergewöhnlich. Begonnen hat sie mit der Gründung von CD Baby – das Start-up hat den Weg, wie unabhängige Musiker ihre Musik vertreiben, grundlegend verändert. In seinem Buch Anything You Want – 40 Lessons for a New Kind of Entrepreneur beschreibt Sivers seine Motivation für den Verkauf von CD Baby für 22 Millionen Dollar und warum er den Erlös für wohltätige Zwecke gespendet hat. Mit getAbstract sprach Sivers über seinen „Wechsel des Betriebssystems“ und seine Erfahrungen mit der Vorbereitung von TED Talks. Den ganzen Eintrag lesen »

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Zum ersten Mal erhält mit Jaron Lanier ein Vertreter der Digitalisierung den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Und dadurch werden nicht nur Dreadlocks salonfähig. Lanier ist ein Universalgelehrter des digitalen Zeitalters. Die Digitalisierung hat er erst maßgeblich mitgestaltet – heute kritisiert er massiv, welche Entwicklung sie nimmt. Doch Lanier hat Alternativen im Blick: In seinem aktuellen Buch Wem gehört die Zukunft? skizziert er seine Utopie einer humanistischen Informationsökonomie.
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Sie hießen Blümel, Jürgens, Schober: Die drei Anzugträger aus Loriots Sketch „Vertreterbesuch“ haben unser schlechtes Bild vom Handlungsreisenden ein für alle Mal geprägt. Während der eine seinen billigen Wein Marke „Oberföhringer Vogelspinne“ beim Kunden intensiv selbst verkostete, hatte der andere mit dem „Saugblaser Heinzelmann“ ein mehrwertfreies Produkt im Gepäck. Natürlich sind die Figuren Loriot-typisch überzeichnet – doch laut Daniel Pinks neuem Bestseller Mehr Wert haben sie eins mit den echten Vertretern gemeinsam: Ihr Berufsstand ist tot. Denn Verkaufen geht heute ganz anders …

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