Archiv 2011

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Meine Redaktionskollegen haben mich wiederholt und eindringlich gebeten, endlich mit Blogbeiträgen zu Steve Jobs aufzuhören. Also, nur noch diesen allerletzten. Wenn Sie ein Buch, wirklich nur ein Buch über Steve Jobs lesen wollen, dann sollte es dieses hier sein, die autorisierte Biografie von Walter Isaacson:

Und nein, das Abstract reicht ausnahmsweise nicht aus, Sie müssen wirklich das ganze Buch lesen. Es ist außerordentlich gut. Die alten Blog-Einträge zum Thema (und die darin vorgestellten Bücher) können Sie derweil getrost vergessen.

Schon als Achtklässlerin habe ich mich gefragt, wieso man eigentlich stapelweise lateinische Vokabeln pauken muss, um sie für die Klassenarbeit parat zu haben, während das Wörterbuch, das so gute Dienste leisten könnte, im Schulranzen verbleiben muss. Meine Lehrer konnten mir das nie sehr schlüssig erklären, am Tatbestand des Vokabelpaukenmüssens hat mein beharrliches Nachfragen nichts geändert – bis zur elften Klasse: Kurz vor dem Latinum durften wir auf einmal Wörterbücher benutzen. Wieso, konnte mir keiner erklären. Meine Noten in Latein immerhin, die jahrelang irgendwo zwischen (deutscher) drei und vier gehangen hatten, waren genauso plötzlich wie wenig überraschend auf einmal hervorragend. Vielleicht müssen zukünftige Generationen vielleicht von Lateineleven, Medizinern, Juristen und anderen, die mit endlosem Auswendiglernen von Wissen, das nur zwei Klicks entfernt ist, hadern, das bald nicht mehr tun. Die neuste Streitschrift von Gunter Dueck, seines Zeichens Mathematikprofessor und IBM-Vordenker, scheint zumindest ähnliches nahe zu legen: „Wissen WAR Macht – es gibt kein Herrschaftswissen mehr.“ Und zu wissen, wo es steht, reicht endlich aus. Schöne neue Welt, ich komme!

Achja, wer’s noch nicht weiss: Bei getAbstract kann man die Zusammenfassung von Duecks Buch Professionelle Intelligenz lesen.

Hohe Staatsausgaben, schlechte Kontrolle bei Steuereinnahmen und Korruption – all das führte dazu, dass Griechenland Zahlen manipulierte, um in die Währungsunion aufgenommen zu werden. Der Schwindel flog auf, die Kreditwürdigkeit des Landes wurde auf Ramschniveau heruntergestuft. Sparmaßnahmen führten dazu, dass die Zahl der Arbeitslosen zunahm. Deshalb wiederum gingen die Steuereinnahmen zurück; die Staatsverschuldung stieg noch mehr an. Und der Teufelskreis dreht sich immer noch weiter: Die hohe Abgabenlast und die Angst, dass das Bankensystem zusammenbricht, bewegen die Griechen dazu, ihre Konten leerzuräumen, wodurch sich das Liquiditätsproblem Griechenlands verschärft.

Der Finanzjournalist und Thriller-Autor Matthew Lynn hat die Schuldenkrise Griechenlands in seinem Buch Pleite nachgezeichnet – auf ebenso spannende wie auch seriöse Art und Weise. Hier die Zusammenfassung.

Christa Wolf ist tot. Die deutsche Autorin starb heute in Berlin im Alter von 82 Jahren.

Christa Wolf galt in jungen Jahren als Vorzeigeintellektuelle der DDR, doch schon bald geriet sie wegen ihres eigenen, subjektiven Stils und kontroverser Themen in Konflikt mit dem Machtapparat. Bei aller Kritik an der Realität blieb sie der Idee des Sozialismus dennoch treu. 1993 gab sie zu, drei Jahre lang als inoffizielle Mitarbeiterin (IM) für die Stasi gearbeitet zu haben; ab 1969 wurde sie jedoch selbst permanent von der Spitzelbehörde überwacht. In den letzten Jahren ist sie immer wieder als Kandidatin für den Literaturnobelpreis genannt worden.

Wer ihr Werk noch nicht kennt, kann sich mithilfe von getAbstract einen ersten Einblick verschaffen:

Der Roman Nachdenken über Christa T., erschienen 1968, wurde im Westen gefeiert, während er im Osten zunächst nur in kleiner Auflage erschien. Wie in vielen Werken von Wolf geht es um Ideologie und Alltag in der DDR, doch steht der einzelne Mensch klar im Mittelpunkt. Marcel Reich-Ranicki brachte es auf den Punkt: „Christa T. stirbt an Leukämie, aber sie leidet an der DDR.“

Auch mit Kassandra traf Christa Wolf 1983 den Nerv der Zeit. Angesichts der atomaren Bedrohung und des Wettrüstens zwischen den Großmächten führt die Erzählung auf mythologisch verschlüsselte Weise die Absurdität eines jahrzehntelangen, kräftezehrenden und vor allem sinnlosen Krieges vor Augen. Bis heute das meistgelesene Werk der ostdeutschen Autorin.

Ja! So gut wie zumindest. Kaum liegen die Weihnachtskekse drei Monate in den Supermärkten, schon ist wieder der erste Advent. Und unweigerlich droht natürlich die bange Frage: Was schenken? Die Antwort: Nichts! Zumindest, wenn es nach Joel Waldfogel geht. Eine wahrhaft aussergewöhnliche Sicht auf das Fest der Liebe und seine Nebenwirkungen schenkt uns der Ökonomieprofessor: Warum Sie diesmal wirklich keine Weihnachtsgeschenke kaufen sollten, erfahren Sie in dieser unbedingt lesenswerten Zusammenfassung.

Waldfogels Thesen können Sie nicht überzeugen? Dann lesen Sie hier, wieso Sie das Goldkettchen wenigstens mit Bedacht auswählen sollten: Schwarzbuch Gold

 

 

Die Eurokrise nähert sich ihrem  Höhepunkt, und die Politik scheint ratloser denn je. Kein Wunder, die beiden Alternativen, die ihr offen stehen, sind nicht gerade das, was man Wählern gerne  ankündigt:

1. Sparen (und einen Wirtschaftscrash erdulden).

2. Geld drucken (und eine Inflation aushalten).

Und trotzdem: Einen dieser beiden Wege müssen die Schuldenstaaten beschreiten. Welcher ist der bessere? Welcher der weniger schlimme? Die folgenden zwei Bücher sind sich in dieser Frage alles andere als einig – aber gerade  im Duopack lesenswert.

Thomas Strobl: Ohne Schulden läuft nichts

Kai Konrad und Holger Zschäpitz: Schulden ohne Sühne?

Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa versteht jeder zweite Deutsche die Finanzwelt nicht; die meisten empfanden sie schon vor der Krise als zu komplex – und das, obwohl 84 % das Thema Geldanlagen für wichtig halten.
75 % sind sogar der Meinung, es sollte ein Schulfach geben, das den Schülern Finanzwissen beibringt.

Zum Glück können wir von getAbstract da weiterhelfen. Hier eine kleine Auswahl unserer Finanztexte, mit denen Sie in Sachen Geldanlagen in kurzer Zeit kompetent beraten sind:

Regel Nummer 1

Winning the Looser’s Game

Moden und Mythen an den Anlagemärkten

Das verlorene Jahrzehnt

Jetzt ist es offiziell: Planet Erde wird von 7 Milliarden Menschen bevölkert. Welches Baby das Siebenmilliardste war, lässt sich allerdings nicht feststellen. Darum haben mehrere Länder symbolisch ein kürzlich neu Geborenes gekürt, um auf das rasante, exponentielle Bevölkerungswachstum aufmerksam zu machen. Denn der sechsmilliardste Mensch (wer immer das ist) ist heute gerade zwölf Jahre alt – so schnell hat sich die Menschheit um 1 000 000 000 Exemplare vermehrt. Diese Entwicklung gibt Anlass zur Besorgnis: Werden die natürlichen Ressourcen des Planeten ausreichen?

Wenn Sie mehr zum Thema lesen möchten, empfehlen wir Ihnen die getAbstract-Zusammenfassung des Klassikers Das Bevölkerungsgesetz von Thomas Robert Malthus. Außerdem lesenswert: Welt mit Zukunft.

Und im Gegensatz zu früheren getAbstract-Apps ist sie sogar kostenlos im App-Store erhältlich. Ich persönlich finde, dass damit die Zusammenfassungen ein optimales neues Zuhause jenseits der Print-Version gefunden haben: Der iPhone/iPod-Bildschirm  war mir immer ein bisschen zu winzig als dass es wirklich Spass gemacht hätte, sie darauf zu lesen, aber im iPad fühlen sie sich nach meinen persönlichen Massstäben wirklich wohl. Und das Beste: Inzwischen kann man mithilfe der App auch jeden Text zuverlässig offline lesen: Einfach die Datei den persönlichen Favouriten hinzufügen (äh, für Dummies wie mich: Das ist dieses Sternchen am unteren Bildrand …), und schon steht der Text auch im Flugzeugmodus zur Verfügung.

Der getAbstract International Book 2011 ist vergeben, und wie jedes Jahr sorgte schon die Shortlist für Diskussionen: Darf man ein simples IT-Buch mit einem Wirtschaftsbuchpreis auszeichnen? Lohnt es sich wirklich, über einen Ausstieg aus der Atomenergie nachzudenken, oder über die Abschaffung von Quartalsberichten? Soll man einem Störenfried wie Thomas Vašek eine Plattform bieten, und sind die düsteren Inflationsszenarien eines Michael Mross überhaupt ernst zu nehmen?

Unsere Antwort ist in allen Fällen ein entschiedenes Ja! Aber selbstverständlich kann man auch zu diesen Büchern geteilter Meinung sein – wenn man sie kennt. Machen Sie sich selbst ein Bild und lesen Sie die Abstracts der beiden Preisträger (die ersten beiden) sowie der anderen drei Bücher, die es in die engste Auswahl geschafft haben.

 

    

 

       

 

Die Meinungen über den gestern verstorbenen Steve Jobs waren seit jeher geteilt. Doch egal, ob man ihn als philosophischen Weltverbesserer oder als skrupellosen Geschäftsmann sieht: Ein Blick auf die Menschen im Bus, bei der Arbeit oder auf der Straße zeigt, dass Steve Jobs unseren Alltag verändert hat. „Vergeudet eure Zeit nicht damit, das Leben eines anderen zu leben“, sagte er einmal. „Folgt eurem Herzen und eurer Intuition.“ So abgedroschen und kitschig diese Sätze klingen mögen, so kann man sie vielleicht doch von jemandem annehmen, der bewiesen hat, dass er sie ernst meinte und mehr als nur leere Worthülsen in ihnen sah.

Wünsch dir was

30.9.2011

Der CEO von getAbstract Inc. (USA), Michel Koopman, und seine Frau Erika entschieden sich, Michels Geburtstag auf spezielle Art zu feiern: Sie luden Freunde zu einem Anlass ein, der der Make-a-Wish-Foundation in Südflorida gewidmet war. Die Organisation hat seit ihrer Gründung im Jahr 1983 mehr als 7500 Kinderwünsche erfüllt. Ihre Mission ist, Kindern mit lebensbedrohlichen Krankheiten Hoffnung, Kraft und Freude zu schenken. Bei diesem Anlass war auch die kleine Lili anwesend, die an Leukämie erkrankt war und ihre inspirierende Geschichte erzählte. Der Abend war ein voller Erfolg: Fast 100 000 $ wurden an die Organisation gespendet!

Wir von der getAbstract-Redaktion schnüren immer dann, wenn wir der Meinung sind, dass ein spezielles Thema durch verschiedene Bücher besonders gut beleuchtet wurde, für unsere Kunden ein so genanntes Wissenspaket. Mit einem Wissenspaket, so die Idee, können Sie sich innerhalb kurzer Zeit bequem in ein bestimmtes Wirtschaftsthema einlesen. Alle Wissenspakete bestehen aus vier ausgewählten Zusammenfassungen. So sind Sie über die relevante Literatur zu einem bestimmten Thema schnell im Bild.

Eine Übersicht über alle Wissenspakete finden Sie hier.

Mir persönlich gefällt z. B. das Wissenspaket über Apple sehr, das das Unternehmen und seinen charismatischen Ex-CEO Steve Jobs aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Vielleicht werfen Sie gleich einmal einen Blick in diese Zusammenfassungen?

Breaking News: Ein UBS-Mitarbeiter soll der Bank mit illegalen Transaktionen einen Verlust in der Höhe von zwei Milliarden Schweizer Franken beschert haben.

Kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Wenn nicht, sollten Sie dieses Abstract hier lesen.

Wie kann sich so ein Fall wiederholen? Wurden die bankinternen Kontrollen seit der Finanzkrise 2008/2009 nicht massiv verschärft?

“Plus ça change, plus c’est la même chose”, sagen die Franzosen in solchen Fällen: Je mehr sich ändert, desto mehr bleibt alles beim Alten. Offenbar gilt das auch im Nachbarland.

In der Wirtschaftswelt wimmelt es von Texten, die vor allem aus Worthülsen und nichtssagendem Geschwafel bestehen. Da ist von „Commitment“ die Rede, von  „Werten“. Ein „Umstand liegt darin begründet“, dass irgendwas „generiert“ wird, ein Beispiel „vermag etwas darzustellen“. Nun hat der Kommunikationswissenschaftler Bernd Wurm das BlaBla-Meter erfunden: eine Software, die auf dem Netz zugänglich ist und mit der man testen kann, wie viel heiße Luft in einem Text steckt. Geprüft werden die Texte u. a. auf Nominalstil sowie auf spezifische Wörter, die häufig benutzt werden, wenn jemand beeindruckt werden soll.

Natürlich stellt sich die Frage, ob ein Computerprogramm tatsächlich in der Lage ist, die Qualität eines Textes zu beurteilen. Mein persönliches Urteil: Von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen, funktioniert das BlaBla-Meter überraschend gut. Überzeugen Sie sich selbst: www.blablameter.de.

Mit aufgeblasenen Begriffen aus der Wirtschaftswelt beschäftigt sich übrigens auch unsere Zusammenfassung Psychoblasen der Wirtschaft.